Knöterich

 

Herkunft

Staudenknöterich wurde als Zierpflanze für Kurgärten und als Futterpflanze für Haustiere und Wild im 19. Jahrhundert aus Ost-Asien eingeführt.

Verbreitung

Im Regelfall erfolgt die Verbreitung über kleine bewurzelungsfähige Spross- und Rhizomstücke. Bei Hochwasser werden ober- und unterirdische Pflanzenteile abgerissen und mitgeschleppt.
 

Beim Transport von Erdmaterial für Tiefbauarbeiten werden Rhizomteile mitgenommen. Am neuen Standort breitet er sich über Wurzelausläufer (Rhizome) und Sprosse jährlich um 2 m aus und erreicht schnell große Bestände.

Gefahr

Alle Pflanzenteile sind sehr brüchig. Böschungen und Ufer von Fließgewässern sind daher besonders gefährdet. Staudenknöterich bietet vor allem in der Vegetationsruhe keinen Uferschutz. Die Knöterichbestände werden leicht unterspült und brechen ab.
 Sonstiges Schafe 01 a.h.

So können Rhizomstücke an neue Standorte verschleppt werden. An den Stellen, an denen Staudenknöterich wächst, ist er mit seinen bis zu 4 m hohen Dickichten so dominant, dass buchstäblich kein Gras mehr wächst. Unsere heimische Tierwelt nimmt ihn weder als Futterpflanze noch als Wohnraum an.

Bekämpfung

Die Bekämpfung des Staudenknöterichs ist besonders schwierig. Dank seiner meterlangen Pfahlwurzel (Speicherwurzel), die die Dicke einer Kartoffel hat, ist er sehr ausdauernd.
Dort, wo es nötig ist, müssen die Bestände alle 14 Tage gemäht werden. Wenn dies über mehrere Jahre konsequent gemacht wird, besteht die Aussicht, die Pflanze wirksam zu schwächen, da sie so die Speicherstoffe der Pfahlwurzel aufbrauchen muß.

Empfehlenswert ist bei flächenhaften Beständen die Beweidung mit Schafen und Ziegen. Während die Blätter von den Schafen gefressen werden, knabbert die Ziege die Stengel ab.

Bei kleineren Beständen kann man die gesamte Pflanze gründlich ausgraben. Dabei muß sehr sorgfältig gearbeitet werden.Die Rhizomteile dürfen auf keinen Fall auf die Deponie oder in ein Fließgewässer gelangen, sondern müssen verbrannt oder bei großer Hitze kompostiert werden. Zur Befestigung von Gewässerufern ist die ergänzende Pflanzung von Erlen und Weiden sinnvoll. In den ersten Jahren müssen sie, damit sie nicht auf Grund der Konkurrenz eingehen, freigeschnitten werden.

Aus dem Infoblatt „Problem-Neophyten“ der Stadt Freiburg im Breisgau, Eigenbetrieb Stadtentwässerung (kompletter Artikel hier)