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Nisthilfen

 

Die ursprünglichen Lebensräume unserer Gartenvögel sind lichte Wälder oder Offenlandschaften mit vielen Bäumen. Sie zeichneten sich u. a. durch einen hohen Totholzanteil aus. Totholz wird nicht nur als Nahrungsquelle genutzt – viele Insekten leben darin – sondern vor allem als Nistmöglichkeit.

Viele Vogelarten nutzen Höhlen in Bäumen zur Aufzucht der Jungen. An erster Stelle steht natürlich der Specht, der eine Höhle zimmert. Danach ziehen die verschiedensten Arten ein, je nach Größe und Beschaffenheit der Höhle.

Natur- und Vogelfreunde nuvf

Ist das Einflugloch noch klein, nutzen kleine Singvögel wie Meisen, Kleiber und Baumläufer die Höhle. Fault die Höhle aus und wird das Einflugloch größer, nutzen auch große Arten wie Tauben, Käuze oder Dohlen die Höhle. Aber nicht nur Vögel nutzen die Höhlungen, auch Siebenschläfer oder Baummarder nehmen diese Nischen als Quartier an.

Heutzutage gibt es allerdings in den wenigsten Gebieten noch genügend Totholz und somit auch nicht genügend Nisthöhlen. Diesem Mangel kann man mit künstlichen Nisthilfen oder -höhlen abhelfen.

Entwickelt wurden die ersten Nisthilfen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie dienten in erster Linie der biologischen Schädlingsbekämpfung in den Wirtschaftswäldern.

Man erkannte damals, dass Vögel Insekten fressen und somit Schädlinge vernichten, die in Wirtschaftswäldern großen Schaden anrichten können. Mit der Zeit wurden immer mehr Nisthilfen für die verschiedenen Arten entwickelt.

Schon in den Anfangsjahren des Vereins war neben der Zucht von Ziervögeln der Schutz der heimische Vogelwelt und ihrer Lebensräume ein weiterer Schwerpunkt des Vereinsinteresses. In den ersten Jahren begann man Nistkästen in den umliegenden Waldgrundstücken aufzuhängen und zu betreuen. Inzwischen sind es über 300 Nistkästen im gesamten Gemeindegebiet.

Über die Belegung, die sich von Jahr zu Jahr ändert, berichtet unser Naturwart in der Generalversammlung.

 

Bewohner unserer Nistkästen sind vor allem Kohl- und Blaumeisen, Kleiber, Gartenrotschwanz, vereinzelt Feldsperlinge. Weniger gern gesehen, aber geduldet werden Haselmaus, Gartenschläfer und Hornissen.

Mit Nistkästen kann man den Höhlen- und Halbhöhlenbrüter Nistgelegenheiten anbieten. Was aber mit den Freibrütern? Durch die Bepflanzung der Bachufer mit heimischen Sträuchern, wie Weißdorn, Schwarzdorn, Kornelkirsche usw. versuchen wir auch den Heckenbrütern Nahrungs- und Nistmöglichkeiten anzubieten.

 

Nistkastenkontrolle 01.01.2017