Springkrautbekämpfung

Warum die Natur- und Vogelfreunde brasilianische Macheten kauften – oder wie es zur Springkrautbekämpfung kam

Vor drei Jahren erzählte Frank Mehlin Johannes Brödlin zum ersten Mal, dass er im Hotzenwald Springkraut mit der Machete bekämpfte.

Anfänglich konnte Johannes noch keinen Sinn in der Sache erkennen. Doch nach ein paar Gesprächen und mehr Wissen über die einjährige Pflanze war klar, dass es sich durchaus lohnt, wenn man das Springkraut vor der Samenreife abhackt, um es so an der
Ausbreitung zu hindern.

Frank Mehlin erklärt wie man die Macheten schärft

Als Johannes dann vor Ort im Hotzenwald sehen konnte, wie viele Quadratkilometer
Frank vom Springkraut befreit hatte, und die Landjugend und Ortsansässigen mit
Begeisterung halfen, hatte Frank auch in Johannes einen neuen Mitstreiter gefunden.

Von Jahr zu Jahr wurde es weniger Arbeit, und es stellte sich die Frage, wie die Situation in unseren Heimatgemeinden an den Bachläufen aussieht. Frank observierte schon immer
den oberen Teil des Feuerbachs bis Holzen, und hatte noch keine Populationen festgestellt.

Aber schon vor Egringen bis in den sehr betroffenen Mündungsbereich des Feuerbachs hatte sich das Springkraut ausgebreitet. Noch war nicht alles hoffnungslos vom Springkraut überwuchert, aber wie wäre das wohl in 10 Jahren?

Da es zeitlich zu zweit sehr mühsam ist, überlegten Frank und Johannes wo sie weitere
Mitstreiter finden könnten, denen die heimische Natur wichtig ist. Da lag es nahe die Natur- und Vogelfreunde zu fragen. Johannes nutzte die Möglichkeit dann auch zur ersten Kontakt-aufnahme mit Bernhard Wiesler, als die Natur- und Vogelfreunde an einem Samstagmorgen hinter Johannes Haus ihren ersten Bacheinsatz des Winters absolvierten.

Als Frank und Johannes dann das Projekt in einer Monatsversammlung vorstellen durften, und sich einige Mitglieder zum Helfen bereitfanden, kam es schon im Juli zum ersten Einsatz am Feuerbach. Mit Macheten bewaffnet ging es gut gelaunt in die Natur, und da die Arbeit auf so viele Helfer verteilt für den Einzelnen auch nicht zu mühsam war, hatten wir auch bei den folgenden Einsätzen genügend Freiwillige.

Frank erklärt den Natur– und Vogelfreunden die Vorgehensweise

Aus den gewonnenen Erfahrungen im Hotzenwald können wir davon ausgehen, dass in drei Jahren nur noch Kontrollgänge nötig sein werden. So können wir hoffnungsvoll in eine „Springkrautfreie Zukunft“ schauen. Damit ist dann ein wichtiger Beitrag für die Vielfalt in Flora und Fauna an heimischen Bächen geleistet, die durch die Befreiung eines Flach-wurzlers auf Dauer auch stabilisiert werden. Da aber noch viele tausend Samen im Boden schlummern, heißt es hoffentlich auch im nächsten Juli wieder: Die „Macheten-Männer und -Frauen“ der NuVf bekämpfen mit Frank Mehlin das Springkraut am Feuerbach.