Alle Beiträge von Christian Vollmert

Ergebnisse Nistkastenkontrolle 2019

Unser Naturwart Gerhard hat die Ergebnisse unsere Kontrollen zusammengefasst. Hierbei sind 312 Nistkästen kontrolliert und gereinigt worden. Die Kästen sind in und um Efringen-Kirchen verteilt. Die Belegung von fast 85 % hat sich gegeüber dem Vorjahr stark verbessert. Die mehrheitliche Belegung von Blau- und Kohlmeisen ist dadurch zu erklären, dass ein Großteil unserer aufgehängten Kästen für Höhlenbrüter ist. Auch der Kleiber gehört zu dieser Art. Aber auch Wespen und Mäuse nutzen den Schutz des Nistkastens als Behausung.

Wildbienen schützen

Rostrote Mauerbiene – © A. Hakala

In Deutschland leben über 500 Wildbienenarten. Ohne bestäubende Insekten, vor allem Bienen, würden Obstbäume keine Früchte, Blumen und Samen bilden. Auch die Medien machen in letzter Zeit immer mehr die Leuten aufmerksam über die Wichtigkeit der Bienen.

Bilder zu Wildbienenarten (www.deutschland-summt.de)

Wie können wir Wildbienen helfen?

• Wir verzichten auf Spritzmittel, um die Nahrungsquellen zu erhalten

• geben einheimischen Wildpflanzen wieder eine Chance in unserem Garten und fordern sie auch für Grünanlagen.

• helfen den bedrohten Wildbienen und Einsiedlerwespen durch Nistmöglichkeiten und bringen Nisthilfen in unseren Garten oder Balkon aus.

Mehr Informationen unter www.wildbienenschutz.de

Nicht jedes Insektenhotel ist gleich ein Bienenhotel

Darausfolgend kann man immer öfter in den Läden Insektenhotels kaufen. Nicht jedes so genannte Insektenhotel wird aber von Bienen angenommen. Es gibt einige Sachen zu beachten, um ein gutes Bienenhotel von einem Schlechten unterscheiden zu können:

Bohrlöcher

Saubere, glatte Bohrlöcher. Aufgestellte Fasern verhindern den Zugang. Die Bienen kommen gar nicht rein oder können sogar ihre Flügel verletzen.

Bei den jungen Holzblöcke sind saubere, glatte Bohrlöcher unmöglich. Zu weiches Holz (z.B. Nadelholz) quillt auf bei Feuchtigkeit und zestört die Brut. Auch der Harz des Nadelholz wird zur tödlichen Falle für die Bienen.

Acrylglasröhrchen (Beobachtungsröhren)

Wasserdampfundurchlässiges Material, wie Acrylglasröhrchen, sammelt Feuchtigkeit. Die Folge sind Verpilzung des Larvenfutters und damit das Absterbens der Brut.

Lochziegel ohne Füllung

In der Regel sind die Löchen zu groß und werden nicht besetzt. Am besten mit Stengeln füllen.

Geeignete Lage

Sonnig -> warm. Vor Regen geschützt und kein Dauerkontakt mit einer feuchten Mauer.

und noch ein Paar weitere Punkte die auf der folgenden Seite aufgelistet sind:

18 Fehler beim Bau eines Insektenhotels


Kleine Naturkunde

Rauchschwalbe

Rauchschwalben sind Vögel der offenen Kulturlandschaft. Man findet sie insbesondere auf Bauernhöfen,  welche von Wiesen und Teiche umgeben sind.

Die europäischen Rauchschwalben überwintern in Mittel- und Südafrika und kehren im April zurück zu ihren Brutgebieten.

Die Rauchschwalben bauen ihre offenen, schalenförmigen Nester aus Schlammklümpchen und Stroh auf einen Mauervorsprung oder Balken an der Wand in Ställen oder Scheunen und anderen offenen Innenräumen. In früheren Jahrhunderten flogen sie vielfach durch die Öffnungen im Giebel ein und aus, durch die auch der Rauch des Herdfeuers abzog. So erhielten sie den Namen Rauchschwalben. 

Die Jungvögel werden von beiden Eltern gefüttert. Interessant ist, dass die älteren Jungen beim Füttern der zweiten Brut helfen.

Quelle: Wikipedia

Vortrag am Freitag den 13. März um 20:00 Uhr

Im Saal der Alten Schule in Efringen Kirchen (Nikolaus-Däublin-Weg 2). Eintritt frei.

Naturproduktchemie – warum man in der Tiefsee nach Wirkstoffen sucht

Yannik Schneider, M.Sc. in Biochemie und Biophysik,
arbeitet an der Universität Tromsø in Norwegen in der Wirkstoffentwicklung aus Tiefseebakterien.

Neben synthetischer Chemie hat die Erforschung von Molekülen aus Bakterien, Pflanzen und Pilzen einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung verschiedenster neuer Medikamente beigetragen.

Einige der wichtigsten Medikamente gegen Krebs, Organabstoßung und Infektionskrankheiten basieren auf Molekülen die ursprünglich aus Organismen isoliert wurden.

Im Rahmen des allgemeinverständlichen Vortrags wird ein kurzer historischer Abriss in das Thema eingeführt und die Entdeckung und Entwicklung neuer Wirkstoffe an einigen prominenten Beispielen erklärt. Darüber hinaus wird ein Einblick in die gegenwärtige Suche nach neuen Wirkstoffen in Organismen aus der Arktischen Tiefsee  gegeben.