Kleine Naturkunde

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Eichelhäher © A. Hakala

Der Eichelhäher (Garrulus glandarius) ist ein interessanter Rabenvogel, den man in weiten Teilen Europas und dem Nahen Osten finden kann. Ostwärts gibt es sogar Populationen in Japan, Korea und in weiten Teilen Chinas.

Seines auffälliges Gefieder ist unverkennbar. Vor allem die leuchtend blau und schwarz gestreiften Flügeldecken und die bräunlich rosafarbene Rücken- und Oberseite sind deutliche Erkennungsmerkmale. In starkem Kontrast zum Gefieder an Bauch, Rücken und Flügeln steht das schneeweiße Bürzel. Die Schwanzfedern sind wie Teile der Flügel, der kurze Schnabel und die Wangen tiefschwarz gefärbt.

Eichelhäher leben das Jahr über Monogam mit dem selben Partner zusammen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Eicheln, Beeren und Insekten. Sein Name kommt von seinem Verhalten, da er oftmals Nüsse und Eicheln im Boden versteckt, welche dann später zu neuen Bäumen werden.

Normalerweise bauen Eichelhäher ihre flachen Nester gerne weit oben in Bäumen und legen dort 3-5 Eier. Beide Eltern beteiligen sich an der Aufzucht der Küken und sorgen für sie, bis sie flügge werden.

Dieses Jahr tauchen die Eichelhäher weniger an unseren Futterstationen auf: sind an die Eichel-Ernte von Bäumen „angepasst“, die in regelmäßigen Abständen „Mast“ (d.h. eine Überproduktion an Früchten) haben. Während eines Mastjahres haben Eichelhäher eine reiche Nahrungsquelle, was ihnen ermöglicht, Energie für den Winter zu sammeln und ihre Population zu erhöhen. Deshalb können sie durchgehend im Wald bleiben, ohne die zusätzlichen Futterstellen zu benötigen.

Artikel: P. Schoch

Quellen: NABU und Wikipedia